Überwintern 2025/26 – Teil 6

17.12.2025 – Santa Luzia

Heute geht es mal mit Uschi nach Santa Luzia im Kreis Tavira. Dort kann man mit einer Schmalspurbahn durch die Ria Formosa zum vorgelagerten Strand fahren.
Der Parque Natural da Ria Formosa ist ein Naturpark um eine Lagune an der südportugiesischen Algarve. Die Lagune ist mit einer geschützten Fläche von 170 km² eines der größten lagunaren Schutzgebiete Europas. Die eigentliche Lagune umfasst 83,5 km².
Da aber in der Bahn keine Hunde zugelassen sind, laufen wir die 1,5 km hin und auch wieder zurück. Am Strand gibt es ein schönes Restaurant, in dem wir ein zweites Frühstück einnehmen. Danach sehen wir uns den Ankerfriedhof an, viele alte Anker halb im Sand vergraben. Der Strand selbst ist bis auf zwei Fischer menschenleer. Nach der Rückkehr zum Camper geht es dann noch nach Tavira zum Stellplatz, naja, wenn man enges Stehen auf einem kargen, vollen Sandplatz mag und dazu noch teurer als auf dem Camping Olhao… Mein Fall wäre das nicht.

24.12.2025 – Weihnachten in Olhāo

Gestern beim Einkaufen habe ich eine sehr sympathische Camperin Sabina aus Willich, meinem letzten Wohnort, getroffen. Witzigerweise hatte ich sie schon einmal an der Fähre nach Norwegen getroffen am fast anderen Ende von Europa, so klein ist Europa.
Am Nachmittag finden wir uns zwischen den WoMos zusammen zu Kartoffelsalat und Würstchen. Dabei sind Lothar, Uschi, Dieter, unsere lieben Freunde Eddi und Ulla und noch zwei weitere Paare, deren Name ich leider vergessen habe. Mit Musik und Gesang (Vorwiegend irische Lieder und Shanties) wird es ein schönes Weihnachtsfest.

12.02.2026 – Camping Mais, Olhāo

Nach einer wochenlangen Starkregen- und Sturmperiode, in der man hier nichts unternehmen konnte, heute endlich trocken und sonnig, ich hoffe es geht in den nächsten Tagen so weiter, zumindest die Wetter-App prognostiziert es so. Naja im Moment ist ja auch Winterolympiade, sodass man fast den ganzen Tag passiv Sport machen kann.

25.02.2026 – Lothar bekommt eine neue Markise

Lothar bekommt heute eine neue Markise, da seine alte verbogen war und sich nicht mehr komplett schließen ließ. Hier an der Algarve gibt es eine Firma „Campers First Aid“, die keine Werkstatt haben, sondern auf die Camping-/Stellplätze kommen und vor Ort reparieren. So wird heute seine alte Markise abmontiert und seine neue Thule installiert. Was mich nur etwas geschockt hat, ist der Anfahrtspreis von 390€ + der Arbeitspreis für 2 Personen und 1 Std. von 190€, also höhere Lohnkosten als in Deutschland – so geht eine Monopolstellung?!? Dieter wollte auch seine Markise erneuern lassen, die durch den Orkan verbogen worden ist, doch bei den Anfahrts- und Lohnpreisen hat seine Versicherung die Übernahme des Schadens abgelehnt.

04.03.2026 – Abfahrt und Fuseta

Heute geht es endlich wieder los, nach einer herzlichen Verabschiedung von Ulla, Eddi, Lothar, Dieter und Uschi geht es vorne an der Rezeption zum Bezahlen – 108 € für 10 Tage incl. Strom. Mein erstes Etappenziel liegt nur 12 km entfernt und ist Fuseta. Ich parke auf einen großen Parkplatz direkt an der Einfahrt zum Hafen und schaue mir den kleinen Ort an. Fuseta liegt direkt an der Ria Formosa, einem Naturschutzgebiet und Lagune, die nur durch einen schmalen Dünengürtel vom Atlantik getrennt ist.
Hier auf dem Parkplatz kann ich auch übernachten denke ich.
Später bemerke ich ein Schild (direkt neben dem Camper), das besagt, dass hier das Parken am jedem ersten Donnerstag und jedem zweiten Sonntag verboten ist (es sind Markttage auf dem Parkplatz). Da morgen der erste Donnerstag im März ist, muss ich umparken und stelle mich um die Ecke auf den Parkstreifen, der zum Strandcafé führt.

05.03.2026 – Fuseta und Huelva

Leider war die Nacht recht laut durch viele Fischerboote, die fast direkt hinter dem Camper aus dem Hafen tuckerten und zahlreichen Fahrzeugen, die über das Kopfsteinpflaster vor dem Wohnmobil fuhren. Heute Morgen sehe ich mir erst einmal den Markt an, viele Textilien und andere Nonfoodartikel und wenig Lebensmittel. Ich habe mir für 3 € eine Echeveria (Dickblattpflanze) für meinen Camper gegönnt.
Danach geht es nach Ayamonte (Spanien) auf der anderen Seite des Grenzflusses Guardiana. Der Parkplatz, den ich mir dort ausgesucht habe, ist komplett voll und fast mitten in der Stadt – sah auf dem Satellitenbild nicht so aus. Da auch das Wetter sehr trübe ist und es ständig nieselt, fahre ich direkt weiter nach Huelva. Dort im Einkaufzentrum erst einmal eine Datenkarte für den Router gekauft – 300 GB für 28 Tage für 20 €. Dann tanken für 1,499 €/Liter nach der Preiserhöhung und weiter zu dem Parkplatz am Columbus Museum – das Museum zeigt unter anderem drei Nachbauten der Schiffe, mit denen Kolumbius nach Amerika gefahren ist. Auf dem Parkplatz stehen schon einige Wohnmobile und man soll hier gut übernachten können.
Nachdem am Nachmittag schon Sperrgitter aufgestellt wurden, kommt die Polizei auf den Parkplatz und informiert jeden Camper darüber, dass wir den Platz räumen müssen, weil am nächsten Tag hohe Politiker zu Besuch ins Museum kommen unter anderem der portugiesische Präsident. Also fahre ich hoch hinter das Kloster auf ein Freizeitgelände, das nicht wie die Parkplätze davor mit Absperrungen versehen ist.

06.03.2026 – Punta Umbria

Gegen 7 Uhr, es ist noch dunkel, klopft es dann am Camper, zwei freundliche Polizisten erklären mir, dass ich hier bald wegfahren müsse wegen des Staatsbesuches und kontrollieren meinen Personalausweis. Also schnell alles sichern, überall ist Blaulicht, und Abfahrt in Richtung Punta Umbria an der Küste. Auf dem Weg dort hin entdecke ich ein anderes Freizeitgelände an einer Hermitage „Ermita Hermandad de la Santa Cluz 1984“ mit kleinen Nebengebäuden. Hier stehe ich fast ganz alleine mit ein paar Störchen, die hier herumlaufen. Morgen werde ich dann wohl noch einmal nach Huelva zu dem Museum fahren.


Soweit der fünfte Teil meiner Überwinterung 2025/26.

Den Rabatt nicht vergessen:

6% Rabatt bei ALLPOWERS (Powerstations und Solarmodule)
Code: faltervanlife
Internet: https://www.iallpowers.de/

Denkt auch an meine Stellplatzkarte, in der ich alle Plätze verzeichne, auf denen ich übernachtet habe.