Erste größere Fahrt und weiche Socken für Käpt’n Blaubär (Teil 1)

Tag 1 – Anreise nach Waghäusel

18.07.2020 – heute steht die erste größere Tour an, ich will nach Waghäusel in Baden-Würtemberg südlich Hockenheim. Dort habe ich am Montag, dem 20. einen Termin bei der Firma Stäbler, um den Van auf Luftfahrwerk umrüsten zu lassen.
Im Navi habe ich „ohne Autobahn“ eingestellt und werde bis in die Höhe Idstein fahren.
Bei Park4Night habe ich an einer kleineren Landstraße einen Parkplatz entdeckt, der gut ist für eine Übernachtung.
Parkplatz bei Idstein
Ich bzw. der Camper steht nicht ganz gerade, doch so lange der Kopf höher liegt, macht mir das nichts.
Ich schlafe gut, es ist recht ruhig und scheint kaum Autos auf dieser Nebenstraße während der Nach zu geben. Gegenüber dem Parkplatz auf der anderen Straßenseite ist direkt ein steiler, bewaldeter Hang, auch rechts neben dem Parkplatz geht es bewaldet steil bergab – ja das ist hier der Taunus.

Tag 2 – Weiterfahrt bis Waghäusel

Heute, 19.07.20 fahre ich bis zur Firma Stäbler in Waghäusel.
Ich habe allerdings etwas Probleme mit meinen Reifendrucksensoren, die plötzlich falschen Druck anzeigen, was Überdruck in allen Reifen ist, wie ich an der Tankstelle prüfe – über 6 bar auf allen Reifen. Nachdem ich ein wenig gegoogled habe, lasse ich die Reifen auf 4,5 bar ab, was ein viel weicheres Fahrgefühl gibt, jedoch jetzt mit der Warnung für alle Reifen als zu wenig Druck.
Gut das ignoriere ich erst mal.
Ich komme geben 16 Uhr bei Stäbler an und kann dort auf dem Parkplatz übernachten.
Parkplatz + Stellplatz fa. Sräbler
Es gibt hier sogar Stromsäulen –  brauche ich nicht, als ich dort ankomme, sind meine beiden Akkus wieder voll.
Auch Ver- und Entsorgung gibt es hier.

Tag 3 – Gegend erkunden – das Jagdschlösschen und die Zuckerfabrik

Die Nacht ist ruhig, als ich morgens aufwache sind außer mir noch vier weitere Wohnmobile und ein Wohnwagen auf dem Hof, alles Kunden, die heute Termine haben.
Um 8:00 Uhr gebe ich den Wagen ab, bespreche kurz, was gemacht werden soll und mache mich mit dem Rad auf, um die gegens zu erkunden.
Dabei entdecke ich, nachdem ich dem Hinweisschild „Eremitage“ gefolgt bin ein Jagdschlösschen, das 1724 erbaut wurde und, wie ich von einem anderen Radfahrer erfuhr, fast verfallen war, nachdem die nahe Zuckerfabrik vor 10 Jahren stillgelegt wurde.
Eremitage Waghaesel
Heute beheimatet das Gebäude verschiedene Vereine und es finden hin und wieder hier Musikveranstaltungen statt.
Zuckerfabrik
Zuckertürme, die im Abriss sind

Nähere Infos bei Wikipedia

Die Wagbachniederung

ann fahre ich weiter und will das Naturschutzgebiet „Wagbachniederung“ suchen, verfahre mich aber, weil ich die Navi-Karte in meiner Handyhalterung am Lenker kaum sehen kann, das Handy hat wegen Überhitzung auf Sparbildschirm geschaltet. Also warte ich, bis es sich ein wenig erholt hat, fahre zurück, passiere den Campingplatz an einem See in diesem Gebiet.
Die Wagbachniederung ist eines der bedutensten EU-Naturschutzgebiete und liegt an einem Altrheinarm.
Wagbachniederung
Man hört sehr viele unterschiedliche Vögel, einfach nur schön.

Nähere Infos bei Wikipedia.

Käpt’n Blaubär bekommt neue Socken

Als ich zurück zur Firma komme, sehe ich Käpt’n Blaubär auf der Hebebühne und zum Teil schon mit den Federbälgen.
Luftfedern

Zeit überbrücken mit Essen

Da es noch einige Zeit dauern wird, gehe ich in das nahegelegene Hotel/Restaurant Cristall, muss leider etwas länger warten, weil man mich einfach übersehen hat – verstehe ich gar nicht – dann bestelle ich erst einmal ein großes, alkoholfreies Pils, danach eine leckere Entenbrust.
Entenbrust
Es dauert wieder sehr lange, was mir aber im Anblick der schönen Bougainvilla wenig ausmacht.
Das Pils erfrischt, die Entenbrust schmeckt so wie sie aussieht, sehr gut und der kostenlose Espresso (wegen der Wartezeit) hintendrauf rundet das Ganze ab.
Bougainvilla

Den Rest der Zeit warte ich im Empfang der Firma Stäbler ab.
Gegen 17 Uhr ruft mich der Techniker an und wir gehen in der Werkstatt die Funktionen der Fernbedienung durch. Ganz schön viel das diese Voll-Luftfederung bietet:
Vorne hoch + hinten runter, damit man das Fahrzeug besser beladen kann
Hinten hoch und vorne runter, damit man beim Befahren einer Fährenrampe hinten nicht aufsetzt.
Recht Seite absenken, damit man den Wassertank besser entleeren kann
Gesamt absenken, damit man besser einsteigen kann
Niveauausgleich – das Fahrzeug, welche vielleicht nicht ganz gerade steht, sucht sich selbst das richtige Niveau durch Aufpumpen und Ablassen der einzelnen Luftbälge…

Dann mache ich eine Probefahrt und bin erstaunt, es ist ein völlig neues Fahrgefühl, jede Bodenwelle wird viel sanfte genommen, kleinere Schlaglöcher stoßen viel weniger heftig durch, obwohl der Techniker jetzt wieder alle Reifen auf 5,5 bar aufgepumpt hat, was ja viel härter ist als meine zu Letzt probierten 4,5 bar.

Soweit für heute, Fortsetzung in Teil 2