Wie soll er heißen?

Mein zukünftiges Wohnmobil braucht einen Namen, denn es wird mein ständiger Begleiter für die nächsten Jahre sein.

Also habe ich lange, lange überlegt und mir ist nichts Passendes eingefallen.

Bis ich an meine Hobbies und meine Lieblingsfarbe dachte.

Meine Liebe zu Wassersport – Segeln und Paddeln
und meine Lieblingsfarbe ist Blau, auch die Farbe meines zukünftigen Campers.

Was hat mit Wasser und Schiffen zu tun – Kapitän oder kurz Käpt’n
Jetzt noch meine (derzeitige) Körperform, bärenähnlich, zwar nicht groß aber breit J
und die Farbe

Ergibt: Käpt’n Blaubär

Die Genehmigung vom WDR habe ich auch schon, den Namen in Veröffentlichungen verwenden zu dürfen, allerdings immer ohne die Abbildung der Figur aber dafür habe ich ja meinen Camper.

Nebeinbei, da fällt mir gerade auf, mein Camper wird eine ähnliche Farbe haben, wie die der traditionell farbigen Faltkajaks von Klepper und Pouch oben auf dem Baumwolldeck – dunkelblau.

Passen die Schränke?

Es ist Samstag und ich fahre zu Dümo, meinem Wohnmobilhändler in Dülmen.
Ich will die Schränke meines neuen Roadcruisers messen.
Da ich dabei bin die Schränke im Haus, das ich verkaufen will zu leeren und viele Sachen abzugeben, möchte ich von den vielen Behältnissen, die sich in den Schranken finden, nichts weggeben, was vielleicht genau in den Roadcruiser passt.

Da ich viel Zeit habe probiere ich schon mal die Fahrweise mit einem Camper und cruise so mit 100-110 km/h über die Autobahn. Wenn nicht die vielen „Raser“ unterwegs wären, wäre das ein ganz entspanntes Fahren. Das muss im Ausland mit den generellen Tempolimits wesentlich entspannter sein, wie ich schon in mehreren Youtube-Video gehört und gesehen habe.
Ich glaube in Zukunft muss ich noch eine Stufe runtergehen und mich den LKWs mit ihren 90-95 km/h anpassen, dann wird das auch hier entspannt. Es sei denn, die Politik richtet sich nicht mehr nach der Automobil-Lobby und führt hier endlich auch ein Tempolimit ein.

So fahre ich also auf den Hof von Dümo, wo gefühlt hunderte Wohnmobile stehen.

Und welche Überaschung, es steht auch ein Pössl Roadcruiser in der Ausstellung, was aber nicht verwunderlich ist, da es momentan das meist verkaufte Fahrzeug ist, wie mir ein Verkäufer sagt.

So messe ich die Schränke über der Dinette, das Regal und den Schrank über Herd und Spüle, den Schrank über dem Kühlschrank, die Schubladen der Küche und den Schrank im Bad aus. Zu Hause werde ich später feststellen, dass ich so einige Behältnisse habe, die gut in die Schränke passen. Wer sich für die Maße interessiert, kann gerne in den Infos über den Roadcruiser nachlesen.

Die Schränke über dem Bett spare ich mir, dazu müsste ich auf das Bett klettern, was ich vermeiden möchte. Außerdem habe ich dafür schon ein paar Kleidertaschen, die gut in den Schränken unter zu bringen sind.

Auf dem Rückweg nach Hause, fahre ich wieder ein ganzes Stück Landstraße, wobei man, wie schon  im Reisebericht „Nordeutschland-Tour“ geschrieben, viel mehr zu sehen bekommt als von der Autobahn.

Camper-Treffen Remagen-On-Tour September 2019

Dirk vom Youtube-Channel „Avanti-On-Tour“ hatte eingeladen zum Camper Treffen auf dem Campingplatz „Goldene Meile“ in Remagen.

Ich fahre bereits um 11 Uhr los, denn vom Niederrhein in Richtung Bonn-Koblenz ist ab Freitagmittag jede Menge los und ich habe keine Lust auf Stau.
In Ermangelung eines Wohnmobils habe ich mir einen kleinen Pavillon zugelegt und werde mit meinem Citroen C5 Kombi und dem Pavillon anreisen, mein Camper kommt ja erst im April nächsten Jahres.
So treffe ich als fast einer der Ersten so gegen 12:45 Uhr am Campingplatz ein, gerade noch rechtzeitig vor der Mittagsruhe – die Schranke ist von 13 bis 15 Uhr geschlossen.
Ich fahre auf den mir zugewiesenen Stellplatz 121 .
Nachdem ich kurz die wenigen anderen schon Anwesenden der Gruppe begrüßt habe, baue ich den Pavillon auf, was dank der Falttechnik nicht allzu schwer fällt. Dann räume ich Tisch und Stuhl in den Zeltbereich, nachdem ich beides Zusammengebaut habe. Beide haben ein sehr kleines Packmaß und müssen montiert werden, was aber eine Sache von wenigen Minuten ist. Noch das kleine Holztischchen hingestellt für den Wassertank und die Küchenbox und fertig ist der Wohn- und Küchenbereich meines Zuhauses für die kommenden 2 Tage.

Mein Wohnbereich

Dann die Kabeltrommel an den Stromanschluss anschließen, damit die Kühlbox weiter arbeiten kann.
Schlafen werde ich auf einer klappbaren Gästematratze im Auto.

Schlafzimmer

Inzwischen treffen immer mehr Camper mit ihren Wohnmobilen ein und Dirk erzählt, dass er völlig überwältigt war von der Vielzahl der Anmeldungen – letztendlich sind wir ca. 20 Fahrzeuge mit fast 40 Campingfreunden.
Wie ich feststelle liegt mein Platz idealerweise genau gegenüber dem Wasch und Toilettenhaus, ich habe ja schließlich kein Bad mit WC in meinem PKW, so passt das sehr gut.

Blick vom Toilettenhaus

Nachmittags sitzen wir zusammen und erzählen oder tauschen Erfahrungen und Erkenntnisse aus, wobei ich hier einiges erfahre, was vielleicht für mein neues Van-Life wichtig werden kann.

So erfahre ich, welche Anhängerkupplung ich benötige, damit ich den ab klappbaren Fahrradträger Atera Vario 2 montieren kann. Der Vorteil dieser Anhängerkupplung ist, dass sie in die unteren Löcher versetzt werden kann, wodurch die Hecktüren in abgeklapptem Zustand dann noch vollständig geöffnet werden können.
Ich kläre kurz mit Klaus meinem „Berater“ von Pössl-Online über WhatsApp welche Kupplung ich geordert habe und erfahre, es ist genau die richtige – perfekt!
Später wird noch gegrillt.

Grills anheizen, es stehen einige verschiedene Modelle zur Verfügung von der Feuerschale über Holzkohlegrills mit Anheizventilator bis zum Gas Grill.
Die Feuerschale produziert leider ungleichmäßige Hitze, so dass Dirk erst viel Rauch

und dann etwas dunklere (leicht untertrieben) Würstchen produziert.

Wir bauen eine lange, sehr lange Tafel aus den unterschiedlichsten Campingtischen auf. Zu dem Grillgut haben andere noch lecke Salate und selbst gemachten Kuskus, Grillsaucen und anderes mitgebracht. Ich habe vergessen Grillgut einzukaufen, bekomme aber von den anderen Gegrilltes ab.

Die Nacht ist für mich nicht sehr erholsam, ich habe meinen Schlafsack vergessen und friere leicht trotz doppelter Kleidung und dicken Socken, es ist nur  6°C. Außerdem ist die Matratze doch zu dünn, so dass ich als Seitenschläfer auf den Beckenknochen liege. Da muss ich am Samstag Abhilfe schaffen.

Der nächste Morgen empfängt uns mit Sonnenschein und wir frühstücken gemeinsam an der langen Tafel.

Gegenüber auf der anderen Rheinseite ist heute schön der Felsen der Erpeler Ley zu sehen.

Nach dem Frühstück fahre ich zum Dänischen Bettenlager und kaufe eine preiswerte Decke, Bezug, sowie eine aufblasbares Gästebett (früher hieß das Luftmatratze) und eine Pumpe.
Außerdem halte ich bei Aldi um ein wenig Grillgut zu kaufen für heute Abend.
Der Nachmittag und Abend verläuft ähnlich wie gestern, wobei einige Camper abgereist sind aber andere dafür die Lücken gefüllt haben. Dieses Mal ist die Tafel noch länger, so dass wir eine Kurve mit den Tischen machen müssen, um nicht mit der Stromsäule zu kollidieren.

Christian macht wie gestern schon sein geniales Rührei, das alle begeistert.

Die Nacht gestaltet sich ruhiger, weil wärmer, ich friere nicht mehr, dafür schaukele ich auf der „Luftmatratze“ hin und her und drohe das ein oder andere Mal herunterzurollen.
Am Morgen wird noch mal gemeinsam gefrühstückt und danach ist so langsam Aufbruchsstimmung.
Auch ich packe so langsam meine Sachen ein falte den Pavillon zusammen, verstaue alles in der Dachbox, denn bis 13 Uhr kann man den Platz nur verlassen, danach erst wieder nach 15 Uhr.

Auf der Rückfahrt fahre ich einige Zeit am Rhein entlang, ich hatte wieder „ohne Autobahn“ ins Navi eingegeben, eine schöne Strecke zwischen Remagen und Bonn, dann zweigt die B9 nach Westen ab und führt mitten durch Bonn. Von da an kann man auch Autobahn fahren und ist so schneller zu Hause.
Das nächste Treffen findet hoffentlich nicht zu früh statt, damit ich mit meinem eigenen Wohnmobil teilnehmen kann.

Dirk hat über das Treffen ein Video auf seinen Youtube-Kanal „Avanti On Tour“ veröffentlicht.

gekürztes Video von Dirk

Komplettes Youtube-Video von Avanti On Tour

Danke an Sonja und Dirk von „Avanti On Tour“ für die Idee, die Einladung und die Organisation, das Treffen war ein gelungenes Ereignis.
Danke auch an Walter Heuser und evtl. andere Fotografen, deren Bilder auf Walters Seite standen, dass ich hier ein paar Fotos von ihnen verwenden darf.

Caravan-Salon Tag 3 – die Entscheidung

Die Nacht ist ruhig, ich schlafe gut und werde sogar noch vor dem ersten Flieger wach. Dieser startet aus von Düsseldorfer-Flughafen in 1 km Entfernung genau über dem P1 pünktlich um 6 Uhr.
Es ist korrekt, was andere schon sagten, man benötigt hier keinen Wecker.

Am Morgen beim Frühstück, das Klaus und ich gemeinsam im Camper einnehmen, besprechen wir weiter und er berät mich, dass ich einiges an Zubehör weglassen kann, was Pössl anbietet, und ich es später von separaten Fachfirmen einbauen lasse, wie zum Beispiel Litium-Ionen-Batterie und Solar. Das kommt günstiger als komplette Zubehör-Pakete gleich mit zu buchen.
Wir kommen zu dem Ergebnis, dass es wohl der Roadcruiser von Pössl wird, den ich ja vorher schon ins Auge gefasst hatte.

Das Fahrzeug ist 636cm lang, hat zwei Einzelbetten im Heck in Längsrichtung und ein Raumbad (Erklärung siehe Tag 2). Hier der Grundriss:

Er wird einen Kompressor-Kühlschrank bekommen, eine 4m-Markise, sowie eine Dieselheizung.
Zusätzlich werde ich später noch einbauen lassen:
Solarpanel auf dem Dach
Lithium-Ionen-Batterie mit dem dazu passenden Laderegler
Rückfahrkamera

Am letzten Tag auf der Messer verabrede ich mich mit Klaus auf dem Pössl-Stand um 12 Uhr, doch wegen eines laufenden Beratungsgespräches wird es doch 13:45 bis wir uns zur Unterzeichnung zusammensetzen können.
Klaus lässt sich noch schnell von einem Verantwortlichen der Firma Dümo, über die der Verkauf abgewickelt wird, die Rabatte bestätigen – Klaus ist kein Verkäufer der Firma, kann daher die Rabatte zwar ausrechnen, jedoch nicht fest zusagen – und dann unterschreibe ich.
Der Liefertermin soll April 2020 sein, was perfekt zur Übergabe des bis dahin verkauften Hauses passen würde. Mal sehen, ob Pössl als Hersteller den Termin einhalten kann, bei der hohen Nachfrage zur Zeit .

Hier nun noch Einblicke ins Innere des Fahrzeugs:

Rechts die Dinette, links der Küchenblock, geradeaus die Raumdusche (unter der Bodenplatte ist die Duschtasse), Hinten durch die beiden Einzelbetten.
Der Küchenblock mit links der zusätzlichen Arbeistpaletten-Erweiterung, die weggeklappt werden kann.
Das Auto von hinten mit dem großen Heckstauraum unter den Betten.

Caravan-Salon Tag 2

Morgens fahre ich so gegen 10:30 mit dem Auto zur Messe, weil ich ja in der kommenden Nacht im Camper von Pössl-Online, der Beratungsfirma, „probewohnen“ werde, um das Schlafen, Kochen und vor allem das Duschen in dem sogenannten Raumbad auszuprobieren.
Das Raumbad ist eine Dusche, die in den Gang zwischen Bad und Küchenblock reinragt, und durch eine Rolladenwand abgetrennt wird.
Wegen meines „etwas“ zu viel Gewichtes und Umfanges sind alle anderen Duschen in den sogenannten „Festbädern“ zu eng für mich.

Blau = Bad, Schwarz = Rolladenwand

Für das Probewohnen hat Klaus von Pössl-Online einen Pössl 2Win R von einer Wohnmobilvermietung geordert und auf den P1 an der Messe gestellt. Der P1 ist während dem Caravan-Salon der größte Stellplatz der Welt mit über 3000 Fahrzeugen und bietet alles, was ein Wohnmobil benötigt – Ver- und Entsorgung, Toilettenentsorgung, zum Teil Stromanschlüsse, eine Gastronomie im Festzelt und einen Bier- und Grillstand.

Der P1 Messe Düsseldorf

Unterwegs zum Camper treffen wir noch Jens und Manu, die auch einen eigenen Youtube-Kanal haben mit interessanten Videos und Jörg Kempf, einen Singer-Songwriter und Camper, der 2017 bei „The Voice Senior“ (Link zum Youtube-Video) den dritten Platz gemacht hatte. Alles sehr nette und offene Menschen.
Wir – Klaus von Pössl-Online und ich – gehen in der Festhalle auf dem P1 der Messe essen, weil ich zu kaputt bin um zu kochen und besprechen danach bis gegen 23 Uhr wie mein ideales Fahrzeug aussehen soll. Am gleichen Abend spielt Deutschland gegen Holland Fußball, was wir verpassen – egal bei der Leistung und dem Ergebnis.
Die Beratung ist umfangreich und wird am nächsten Morgen beim Frühstück im Camper fortgesetzt.

Caravan-Salon Tag 1

Am ersten Tag (Donnerstag) orientiere ich mich nur allgemein was wo ist, welche Firmen dort in welcher Halle sind etc. Ich glaube schon da laufe ich fast durch alle 10 Hallen, etwas wenig strukturiert, daher einige Gänge mehrmals.
Unter andrem besuche ich den Stand von Park4Night, einer tollen Handy-App für die Stellplatzsuche, um dort Patascha persönlich zu treffen. Patascha heißt der Youtube-Kanal der beiden Luxemburger (Na-)Tascha und Patrick, die immer sehr authentische, sympathische Videos auf ihrem Kanal zeigen über Tipps und Tricks rund um das Thema Wohnmobil und auch über ihre Reisen. Sie wohnen die meiste Zeit in ihrem selbst ausgebauten Ford namens Betty.

Das ist Betty.

Ich will die beiden unbedingt persönlich treffen, weil sie so sympatisch rüber kommen in ihren Video, kann leider nur mit Tascha persönlich sprechen, weil Patrick in einem intensiven Gespräch mit zwei Campern aus Luxemburg (? hört sich so an) ist und ich da nicht stören will. und was soll ich sagen, die beiden sind wirklich so natürlich und sympathisch, wie sie in den Videos rüberkommen.
Es gibt viel zu sehen auf der Messe, vom kleinen Mini-Wohnwagen über Wohnwagen und Wohnmobile in „normaler“ Größe bis hin zum Luxusgefährt für 1,5 Million Euro, in das man sogar hinten oder an der Seite einen Porsche oder Mini einstellen kann.

Das wird definitiv nicht mein Auto

Abends fahre ich dann ziemlich platt wieder mit Straßenbahn und Auto nach Hause.

Die Aufregung steigt…

…vom 05.09. bis zum 07.09. werde ich den Caravan Salon Düsseldorf besuchen, die Welt größte Campingmesse, die bereits seit letztem Samstag läuft.

Ich habe dort ein Angebot der Firma Pössl-Online wahrgenommen.
Pössl-Online berät bei der Suche nach einem neuen Camper, ist zwar vorwiegend auf die Marken Pössl und Roadcar spezialisiert, jedoch völlig unabhängig von dieser Firma und rät auch von Zubehör oder Extras ab, wenn diese als nachträglicher Einbau durch eine Fremdfirma preiswerter sind als wenn man dieses direkt mit bestellt.

Das Angebot der Firma:
Eine Nacht übernachten in dem zur Verfügung stehenden Camper auf dem größten Wohnwagen/Wohnmobilstellplatz der Welt – dem P1 an der Messe.
Der P1 bietet für viele Camper einen Stromanschluss, Duschen und Toiletten sowie Ver- und Entsorgung von Wasser und Camper-Toiletten. Zusätzlich kommt man in den Genuss einer ausführlichen Beratung durch Pössl-Online, die genau auf die Bedürfnisse der eigene Person zugeschnitten ist.
Bei diesem „Probewohnen“ kann man im Camper alles machen, was man sonst auch im eigenen Camper tun wird – naja fast alles 😉 also schlafen, kochen, duschen, arbeiten…
Das wird für mich schon einiges an Erkenntnisse bieten, die ich in die Fragen bei der Beratung einfließen lassen kann.

Der P1 am Messegelände während des Caravan-Salons

Da die Lieferzeiten zur Zeit bis zu einem Jahr dauern, werde ich vermutlich bereits auf der Messe „meinen“ Camper ordern, denn der Makler für unser Haus ist beauftragt und der geplante Übergabe-Termin an die neuen Besitzer ist 30.04.2020.
Ich bin gespannt und halte euch auf dem Laufenden.

Tour Norddeutschland – Etappe 5

Heute morgen hole ich die bestellten leckeren, frischen Körner-Brötchen und verpasse dabei glatt das Einlaufen der Color Line, der Fähre von und nach Oslo.

Um 9:30 breche ich auf, nachdem ich meine Übernachtung bezahlt habe.
Ich habe beschlossen wieder die über 400 km bis ins südliche Münsterland nur auf Landstraßen zu fahren, doch daraus wird nichts.
Ich schaue noch kurz in Kiel-Schilksee vorbei, dem ehemaligen Olympiahafen für die olympischen Segelregatten 1974, um mir kurz den dortigen, ursprünglich geplanten Stellplatz anzusehen.
Auf dem Weg dorthin fahre ich eine ganze Zeit lang direkt an der Kieler Förde entlang, was mich zu einem kurzen Stopp verleitet – Schiffe schauen.

,
LInks die „Mein Schiff“, rechts die „AIDA“.
Weiter fahre ich zum Stellplatz in Schilksee, naja er hat den Charme eines normalen PKW-Parkplatzes, nur Steine, Beton sonst nichts, ein riesen Kontrast zu dem was mich heute Abend erwartet.

So fahre ich weiter Richtung Hamburg immer über Landstraßen und witzigerweise längere Zeit genau neben der A21 entlang.
Nach über zwei Stunden komme ich in Hamburg an und dort beginnt das Chaos,
Google Maps kennt die kurzfristig für heute gesperrten Straßen nicht, einer Maßnahme wegen des heute stattfindenden „Hamburg Ironman“ – Schwimmen (gut, ich muss ja mit dem WoMo nicht in die Alster), Radfahren und Laufen. Nachdem mich das Navi mehrere Male in Straßen führt, die dann am Ende gesperrt sind, gebe ich auf und entschließe mich doch die Autobahn zu nutzen.
Also fahre ich zur A7, auf der ja laut Verkehrsnachricht ein Stau von eineinhalb Stunden Verzögerung in südlicher Richtung vor dem Elbtunnel sein soll. Gott sei Dank, komme ich erst kurz vor dem Elbtunnel auf die Bahn und habe somit nur stockenden Verkehr, der mich maximal 20 Minuten kostet.
Ich verpasse dann noch kurz die Abfahrt auf die A1, fahre einen kleinen Umweg und bleibe dann aber auf der Autobahn, denn irgendwann will ich auch im Münsterland ankommen.
Am Stellplatz in Nordkirchen angekommen, wie gesagt südliches Münsterland, ziemlich genau zwischen Münster und Dortmund, erwartet mich ein sehr schöner, liebevoll eingerichteter Platz mit fest markierten Stellflächen, netten Informationstafeln und anderen Annehmlichkeiten.

Viele Informationstafeln über andere Länder und wie es dort geht mit Übernahctungsmöglichkeiten im Wohnmobil.
Anmeldung im Faßhäuschen per Briefumschlag, außerdem gibt es dort sehr viele Informationen zur Gegend und kostenlose Teebeutel verschiedener Sorten.

Hier werde ich nun meine vorerst letzte Nacht im WoMo verbringen, es wird definitiv nicht die allerletzte gewesen sein.
Morgen muss ich das Fahrzeug wieder bis 12 Uhr beim Vermieter abgeben. Vorher muss ich hier auf dem Stellplatz noch das Abwasser ablassen, den Wassertank leeren, worum mich Jörg der Vermieter gebeten hat und die Chemietoilette entleeren. Für alles gibt es hier auch die Vorrichtungen.

Hiermit enden meine Berichte meiner Norddeutschlandtour, ich hoffe es hat euch gefallen.
Mir hat es Spaß gemacht alles nieder zuschreiben und es werden weitere Bericht von meiner Wohnmobilsuche und von weiteren Touren folgen, schaut einfach immer mal wieder rein.

Tour Norddeutschland – Etappe 4

Guten Morgen Hamburg!
Leider muss ich heute den schönen „Stellplatz“ auf privatem Grund am Strandweg wieder verlassen, denn ich will weiter nach Kiel.
Hier kann man prima Schiffe schauen.

Nach ausgiebigem Frühstück bei meiner Tante und viel Erzählen über das Segeln und andere Themen ist es doch schon 11 Uhr geworden.
Nun muss ich aber langsam los, packe meine Sachen, verstaue wieder alles sicher im WoMo, dass nichts durch das Auto fliegt bei Kurven oder Bremsmanövern.
Auf dem Weg nach Kiel freue ich mich, dass ich mich wieder für die Landstraßen entschieden habe, denn im Radio heißt es: „Stau auf der A7 zwischen x und y 15km ca. 1 Std. Wartezeit und einige gleichlautende Meldungen, man merkt, dass ab heute für die letzten beiden Bundesländer die Ferien begonnen habe.
Auf „meinen“ Landstraßen komme ich ohne Staus oder Stockungen locker ans Ziel.
Von Hamburg habe ich am Campingplatz Möltenort in Heikendorf an der Kieler Förde angerufen und angefragt, ob für mich noch ein Platz für eine Nach frei wäre.
Die Antwort war, es sei alles ausgebucht, ich solle aber so gegen 16 Uhr noch mal anrufen. Also rufe ich 40 Minuten vor Kiel um 16 Uhr noch mal an und wie es so kommen soll, es ist noch ein Platz frei, zwar nicht direkt in der ersten Reihe an der Förde aber die dritte Reihe ist auch nur maximal 50m vom Wasser entfernt.
Einfahrt zum Platz

Auch hier kann man prima Schiffe schauen
Zu erst kommen zwei Schiffe der AIDA-Reederei vorbei, danach dann die MSC MERAVIGLIA.

Bevor ich diesen Tag beende, gehe ich noch mal zum Strand, genieße die Abendsonne und das kühlere Wasser, das ich mir um die Füße spülen lasse.

Tour Norddeutschland – Etappe 3

Nach eine ausgiebigen Frühstück an meinem heutigen Geburtstag werden erst einmal die Geschenke ausgepackt, die mir unsere liebe Freundin und mein WoMo-Vermieter mitgegeben haben, allen Dreien ganz lieben Dank dafür. Ich freue mich sehr darüber.

Dann frisch geduscht, geht es weiter nach Hamburg.
Da ich im Navi eingestellt hatte „ohne Autobahn“ führt mich dieses über Landstraßen nach Hamburg.
Zwischendurch noch schnell bei Baumarkt mit „O“ einen Hammer für die Häringe und ein zweites Abspannband für die Markise gekauft, das fehlt leider in Wohnmobil.
Mein Weg führt mich in das triste Gewerbeviertel mit Mexikoring, auf dem ich einen Kunden besuche, mit dem ich oft beruflichen telefonischen Kontakt habe.
Danach weiter zu meiner Großtante, die schon telefonisch anfragte, wo ich wohl bliebe.
Dort hatte ich mich heute an meinem Geburtstag eingeladen 🙂
Sie wohnt in Blankenese direkt an der Elbe.

Nachmittags fahren wir nach Hohenhorst, immer an der Elbe entlang, wo es ein Stück leckere Torte und Eiskaffee gibt.
Es ist danach nur ein kurzer Spaziergang auf dem nahe gelegenen Deich, denn es ist immer noch zu heiß, um länger in der Sonne zu bleiben.
Abends geht es dann zur Schiffbegrüßungsanlage in Wedel, um im dortigen Restaurant lecker Fisch zu essen.

Jetzt ist es Zeit zum Schlafen, ich stehe auf dem Parkplatz gegenüber dem Haus meiner Tante quasi direkt an der Elbe und werde dort übernachten.