Überwintern 2026/27 – Episode 2

13.10.26 – La Vall d’Uixó/Höhle San José

Heute Morgen werden wir wieder mit viel Knallerei geweckt, es hört sich wie Schüsse in den umliegenden Hügeln an, außerdem erschreckten uns drei heftige Böller im Ort – der Ort mag uns nicht.
Um 10:30 geht es zur Höhle mit dem unterirdischen Fluss, wir bestiegen etwas wackelig mehrere Boote, dann geht es auf die 1300 Meter lange Bootstour nur unterbrochen von einem 250 Meter langen zu Fußweg. Die Decken hängen über den Booten und dem Weg zum teil sehrt niedrig, so dass sich sehr oft wegducken muss. Im zweiten Teil der Bootsfahrt darf man fotografieren/filmen, was bis dahin strengestens verboten ist. Die Höhle ist sehr beeindruckend mit vielen Stalagmiten und Stalaktiten und kristall klarem Wasser. Unser Guide spricht ein wenig Englisch, ist aber auch auf größeren Strecken ruhig, so dann man gut die Energie des Höhle aufnehmen kann.

Die folgenden Bilder sind zum Teil aus diesem Buch entnommen.

Text aus dem Buch:

„Die vielzähligen Höhlenräume, unterirdischen Gänge, felsigen Gebilde, Seen, Tunnel…,
die die Natur im Lauf von Tausenden von Jahren geformt hat, bilden ein harmonisches Gesamtbild, wo die Stille einzig und allein durch das sanfte Dahingleiten der Boote gestört und ein Gefühl des Friedens vermittelt wird, wie es nur schwer an irgendeinem anderen Ort vorzufinden ist.

(Leider stören während der Bootsfahrt die ständigen Erklärungen aus den anderen Booten, Anm. des Autors)
Der gegenwärtige Strecke, die zurückgelegt werden kann (2750 m), ist das Ergebnis von Ausbauarbeiten zur Verbesserung der Wege, die in den 50ger Jahren begonnen wurden und bis heute durchgeführt werden. Der Fluß fließt jedoch weiter bis tief ins Innere der Erde und es ist noch immer ein Geheimnis, wo die Gewässer herkommen und wo sie hinführen.“

13.-14.10.26 – Ojós Stausee bei Blanca, Spanien

Nach der Besichtigung der Höhle geht es dann auf die 240 km zum Ojós Stausee. Die Anfahrt ist ziemlich schwierig, da mein Navi (Sygic) mich erst in eine sehr enge Straße führt, auf der ich dann noch einen scharfe 90° Grad-Kurve fahren soll. Da ich diese nicht fahren kann ohne den Van zu beschädigen, muss ich fast 500 m rückwärts aus der Straße herausfahren. Die Alternative Google Maps führt mich dann auf eine Schotterstrecke, die jedoch an einer nicht zu befahrenden Brücke über ein Flussbett endet. Also selbst auf der Karte orientieren, auf die andere Seite des Flussbetts fahren und endlich kommen ich am Stausee an. Ein traumhafter Platz – danke Ralf von LivingToGo für den Tipp. Außer ein paar Anglern und Spaziergängern ist es hier absolut ruhig, einfach traumhaft.

15.10.26 – Almeria, Spanien

Heute bei starker Bewölkung und ein wenig Nieselregen aber 18° Grad geht es vom Ojós Stausee zu erst einmal tanken – 1,769€ – dann Einkaufen bei Aldi und weiter über die Autobahn nach Almeria. Hier fahre ich zu erst auf den Platz am Playa Bobar, auf dem entgegen dem letzten mal kein anderer Camper steht. Da mir das etwas merkwürdig vorkommt und es vielleicht etwas mit dem neuen Gesetz über das Freistehen von Campern zu tun haben könnte, parke ich mal wieder um auf den Parkplatz am Anfang der Strandpromenade. Das neue einheitliche Gesetzt (Dienstanweisung PROT 2026/04) besagt ab diesem Sommer, dass das Parken und Übernachten auf Parkplätzen gestattet ist, wenn das Fahrzeug in fahrbereitem Zustand und auf allen vier Rädern bleibt. Es darf nicht größer sein als im fahrbereiten Zustand, kein Campingverhalten etc. Verboten ist es (und war es eigentlich schon immer) direkt am Meer und in Naturschutzgebieten. Von der neuen Regelung ausgenommen sind lokale Bestimmungen, der einzelnen Kommunen, die darüber hinausgehen können.

Platz am Strand Playa Bobar
Platz am Strand Playa Bobar
Parkplatz
Strandpromenade
Schiff aus Wasser

16.10.26 – Rota, Spanien

Gegen 11 Uhr geht es heute Morgen los in Almeria zu einem Ver- und Entsorgungsplatz in dser Nähe der Autobahn. Nachdem ich Grauwasser abgelassen und Frischwasser getankt habe geht es weiter auf die 460 km und sechs Stunden lange Fahrt direkt nach Rota auf den halb offiziellen Stellplatz, der schon ziemlich gefüllt ist. Der offizielle Stellplatz um die Ecke gefällt mir nicht, da er kaum Vegetation hat und ziemlich eng ist.

18.10.126 – Minas de São Domingos, Portugal

Heute hatte ich mir vorgenommen eine verlassene Mine in Portugal zu besuchen. Hier stehen noch zwei Brenntürme und ein paar andere Gebäudereste. Leider lande ich zweimal an einem versperrten Tor, so fahre ich erst einmal zum nahen Stausee Tapada Grande, wo es einen schönen Strand, eine Gastronomie (geschlossen) und einen Parkplatz gibt, auf dem man sicher gut übernachten kann, es gibt für diesen Teil kein Verbotsschild.
Die Mine werde ich dann morgen auf einem anderen Weg besuchen.

Soweit die zweite Episode meiner Überwinterung 2026/27.
Im nächsten Teil schaue ich mir die Mine an, es passiert mir ein Missgeschick und ich komme in Olhão an.

Wer lieber Videos schauen möchte, hier geht es zu meinen Youtube-Filmen:

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