Überwintern 2026/27 – Teil 1

05.10.26 – Junglinster, Luxemburg

Heute geht es endlich wieder los gen Süden. Nach dem Geburtstag meiner Schwester gestern, fahre ich heute zu erst einkaufen in Grefrath und dann auf die 226 km lange Strecke nach Luxemburg. Hier tanke ich für 2,05 €, teuer aber immer noch preiswerter als die 2,35 € am Niederrhein. Den kostenlosen Stellplatz, den ich mir ausgesucht habe, kann ich nicht finden, gut dass ich schon eine Alternative geplant habe, einen großen Parkplatz an diversen Sportgebäuden. Hier kann ich sogar direkt neben einer Wiese stehen, was bei Tommy immer sehr beliebt ist.

06.10.26 – Fougerolles, Frankreich

Heute morgen werde ich gegen 7 Uhr geweckt durch die Arbeiter einer Baustellen. Einer steht mit seinem Wagen direkt neben mir und hat wohl noch ein wenig Zeit, die er bei lauter Musik mit viel Bass verbringt. An sonsten war die Nacht sehr ruhig.
Nach dem Frühstück geht es gegen 10 Uhr los 249 km über fast nur mautfreie Autobahn mit einer Kaffeepause nach Fougerolles, einem kleinen Ort mit 3 1/2 Tsd. Einwohnern und einem kostenlosen, schönen Stellplatz am kleinen Flüsschen Combeauté.
Hier gibt es Ver- und Entsorgung kostenlos aber keinen Strom. Geschäfte und Kaffees sind nur wenige Meter entfernt.

07.10.26 – Bourg-en-Bresse, Frankreich

Heute nach dem Frühstück und einem kruzen Plausch mit meiner netten Nachbarin aus Schleswig-Holstein geht es los auf die 280 km Etappe zum Vogelpark nördlich von Lyon. Gefühlt waren es 50% Autobahn (mautfrei) und 50% Landstraße.
Das Wetter ist ziemlich nieselig und trübe. Ich werde den Park dieses mal nicht besuchen, da man an der Tageskasse 23€ bezahlt, aber wenn man 24 Std. oder früher online bucht nur 13 €. Außerdem ist das Wetter nichts für einen Rundgang durch einen so schönen Park. Den Besuch hebe ich mir für meinen Rückreise im Frühjahr auf.
Nach dem ersten Punkt auf dem großen Parkplatz habe ich dann mal wieder umgeparkt auf den hinteren Bereich, den ich bei der Erkundung des Platzes entdeckt habe.

08.10.26 – Saint-Christophe-sur-Dolaison, Frankreich

Heute starte ich bei Regen, der mich fast die ganze Fahrt begleitet. Unterwegs ruft mich ein lieber Freund an und rät mir zum „Carrieres des Lumieres“. Es ist eine Lichtershow in einem alten Steibruch, die unter anderem verschiedene Maler zum Thema hat. Ich fahre zwar erst in die Richtung, die etwas ab von meiner geplanten Route liegt, schenke mir dann aber das Ziel für diese Fahrt, weil es andauern regnete und mich außerdem der im Moment gezeigten Maler Picasso nicht interessiert. So hebe ich mir auch dieses Ziel für die Rückreise im Frühjahr auf. Heute lande ich in einem kleinen Dorf mit knapp 1000 Einwohnern, in dem es einen kostenlosen Stellplatz gibt.
Unterweg musste ich leider noch bei Total auf der mautfreien AUTOBAHN tanken für 2,250€/Liter, was viel preiswerter ist als die anderen Marken mit über 2,35€ an den Landstraßen, schon merkwürdig. Die scheinen hier in Frankreich sowieso ziemlich einheitliche Preise zu haben, denn auch die Totaltankstellen in den Städten kosten etwa das gleiche wie an der Autobahn.

09.10.26 – Montpeyroux, Frankreich

Nach knapp 6 Stunden (mit 2 kleinen Pausen) über sehr enge Serpentinen kommen wir heute hier auf dem kostenlosen Stellplatz in Montpeyroux in der Region Auvergne-Rhône-Alpes an. So viel enge Serpentinen sind ziemlich anstrengend, dafür hattten wir den ganzen Tag schönsten Sonnenschein bei Temperaturen um 19 Grad.
In Montpeypoux gibt es nichts groß anzusehen, dafür hatte ich unterwegs einige interessante Ausblicke.

10-10.26 – Vulpellac, Spanien

Heute sraten wir wieder um 10 Uhr und kommen hier nach 260 km und knapp 6 Stunden in Vulpellac an. Zwichendurch tanken wir noch bei Figueres für 1,799 € – traumhaft.
Mein eigentliches Ziel war eigentlich einen vermeintlich inoffiziellen Platz an der Mündung des Flusses El Fluvia (übernetzt „der Fluss“, wie sinnig!), doch der kostet 14 €, was mir für keinerlei Service einfach zu teuer ist. So fahre ich weiter und stehe jetzt bei einer BP Tankstelle auf einem kostenfreien Stellplatz hinter der Waschanlage. Diesen Platz musste ich erst suchen, da es keinerlei Hinweisschilder gibt. Am Platz selbst gibt es eine Flot bleu Säule für kostenpflichtigen Strom, einen Kinderspielplatz und in der Nähe ein Restaurant/Cafe mit Bäckerei.
Der kleine Ort Vulpellac sieht sehr mittelalterlich aus und gefällt mir recht gut.

11.10.26 – Amposta/Ebrodelta, Spanien

Da ich für die Höhle, die ich mir ansehen will, erst für Dienstag ein Ticket online buchen konnte, habe ich mich kurzfristig entschlossen auf den kostenlosen Stellplatz im Ebro Delta zu fahren, auf dem ich bereits vor ein paar Jahren war. Nach etwas mehr als 300 km und 5 Stunden sind wir hier angekommen. Der Platz ist mit 50 Plätzen ein sehr großer lang gezogener Schotterplatz, auf dem bereits viele Wohnmobile stehen, der sogar am Abend voll ist. Hier gibt es Ver- und Entsorgung (5 €, man muss einen Schlüssel holen), eine Snackbar, ein Restaurant, Fahrradverleih, eine Vogelbeobachtungsstation und zur Zeit viel kleine Mücken.

12.10.26 – Val d’Uixo, Spanien

Heute nach 140 km komme ich hier in Vall d’Uixo an, wo ich mir morgen eine Höhle mit unterirdischem Fluss ansehen will. Ich konnte nur für Dienstag eine Online-Karte erwerben, daher der kleinen Umweg über das Ebro Delta. Der Stellplatz auf dem großen Parkplatz – extra gekennezeichnete Flächen – ist schon sehr voll, als ich gegen 12 Uhr hier ankomme, doch ich habe Glück und es fährt gerade ein Camper weg.
Das Wetter ist wunderbar sonnig bei 25° Grad.

Soweit die erste Episode meiner Überwinterung 2026/27.

Wer lieber Videos schauen möchte, hier geht es zu meinen Youtube-Filmen:

Denkt auch an meine Stellplatzkarte, in der ich alle Plätze verzeichne, auf denen ich in meinen 6 Jahren Vanlife übernachtet habe.

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